Gentechnisch veränderte Moskitos breiten sich in Brasilien aus

Welt / 12.09.2019 • 20:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Einige Moskitos tragen nun ein verändertes Erbgut in sich. AFP
Einige Moskitos tragen nun ein verändertes Erbgut in sich. AFP

Brasilia Nach einem Feldversuch zur Bekämpfung von Viren übertragenden Moskitos breiten sich gentechnisch veränderte Insekten in Brasilien aus. Je nach Stichprobe hätten zehn bis 60 Prozent der Gelbfiebermücken (Aedes aegypti) in der Ortschaft Jacobina im Nordosten von Brasilien entsprechende Spuren im Genom, berichten Wissenschafter in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“.

Das britische Unternehmen Oxitec hatte von 2013 bis 2015 wöchentlich rund 450.000 männliche Gelbfiebermücken mit verändertem Erbgut in Jacobina freigelassen. Die Gene der Moskitos waren so verändert worden, dass die Nachkommen der Insekten nicht überlebensfähig sein sollten. Ziel war eine Eindämmung der Population der Mücken, die unter anderem Gelbfieber, Dengue-Fieber und das Zika-Virus übertragen können. Zwar konnte die Anzahl der Moskitos mit dieser Methode verschiedenen Studien zufolge tatsächlich um 80 bis 95 Prozent reduziert werden. Allerdings überlebten einige Moskitos und tragen nun ein verändertes Erbgut in sich.