Häufung von Handfehlbildungen bei Babys in Gelsenkirchen

Welt / 13.09.2019 • 20:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Gelsenkirchen In einem Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen sind innerhalb von zwölf Wochen gleich drei Kinder mit fehlgebildeten Händen geboren worden. Zuvor hatte es dort jahrelang keinen einzigen Fall gegeben. Die Kinder kamen im Sankt Marien-Hospital Buer in Gelsenkirchen zwischen Mitte Juni und Anfang September auf die Welt, wie die Klinik auf ihrer Homepage mitteilte. „Das mehrfache Auftreten jetzt mag auch eine zufällige Häufung sein. Wir finden jedoch den kurzen Zeitraum, in dem wir jetzt diese drei Fälle sehen, auffällig.“ Fehlbildungen dieser Art habe man in der Klinik viele Jahre nicht gesehen, hieß es weiter. Hebammen hatten auf die Fälle aufmerksam gemacht, mehrere Medien berichteten. Extremitätenfehlbildungen könnten während der Schwangerschaft unter anderem durch Infektionen auftreten, seien insgesamt aber selten, schreibt das Sankt Marien-Hospital Buer. Bei allen drei Kindern ist jeweils eine der beiden Hände betroffen. An dieser Hand seien Handteller und Finger nur rudimentär angelegt. Der Unterarm sei normal. In der Klinik wurden 2018 nach eigenen Angaben mehr als 800 Kinder geboren.

Alle betroffenen Familien wohnten im lokalen Umfeld, hieß es weiter. Ethnische, kulturelle oder soziale Gemeinsamkeiten der Herkunftsfamilien habe man nicht feststellen können.