Weltweit sterben weniger Kinder und Mütter

Welt / 19.09.2019 • 22:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

New York Weltweit sterben nach Angaben der UNO immer weniger Kinder und Mütter. Wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht hervorgeht, sind die Sterblichkeitsraten auf einen neuen Tiefstand gesunken. Die Todesfälle von Kindern bis fünf Jahren sind seit dem Jahr 2000 um fast die Hälfte zurückgegangen, Todesfälle bei schwangeren oder gebärenden Frauen sanken um mehr als ein Drittel.

Der verbesserte Zugang zu bezahlbarer und guter Gesundheitsversorgung ist demnach der Hauptgrund für die gesunkenen Sterblichkeitsraten. „In Ländern, in denen es eine zuverlässige, bezahlbare, qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle gibt, können Frauen und Babys überleben und sich gut entwickeln“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Nach wie vor sind die Überlebenschancen für Mütter und Kinder global sehr ungleich verteilt. Ein Kind zu bekommen, ist für Frauen in Afrika südlich der Sahara 50 Mal gefährlicher als in Industrie­ländern. 2018 starb im südlichen Afrika immer noch eines von 13 Kindern unter fünf Jahren.

Auf der ganzen Welt sterben jedes Jahr immer noch geschätzt 2,8 Millionen schwangere Frauen und Neugeborene. Das ist ein Todesfall alle elf Sekunden – laut UN meist aus Gründen, die verhindert werden könnten. Der Report „Levels and Trends in Child Mortality“ wird von Unicef erstellt, die Zahlen zur Müttersterblichkeit kommen federführend von der WHO.