„Starship“ und „Super Heavy“

Welt / 29.09.2019 • 22:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Raumschiff soll Menschen und Fracht zum Mond oder Mars transportieren. Reuters
Das Raumschiff soll Menschen und Fracht zum Mond oder Mars transportieren. Reuters

SpaceX stellte nächste Generation Raumfahrzeuge vor.

Houston Mit dem Raumschiff „Starship“ und der Rakete „Super Heavy“ hat SpaceX-Chef Elon Musk die geplante nächste Generation seiner Raumfahrzeuge vorgestellt. Das „komplett wiederverwendbare Transportsystem“ könne einmal mit Menschen und Fracht zum Mars, zum Mond oder zu jedem anderen Ort in unserem Sonnensystem fliegen, sagte der Chef des privaten US-Raumfahrtunternehmens am Samstag (Ortszeit) an der Startanlage in Cameron County im US-Bundesstaat Texas. Das Transportsystem sei auch in der Lage, eine größere Menge von Frachtgut und Menschen mitzunehmen, damit auf dem Mond Stützpunkte und auf dem Mars Städte gebaut werden könnten, teilte SpaceX via Twitter mit. Es könne bis zu 100 Menschen auf seinen Flügen transportieren. In „ein bis zwei Monaten“ solle das System getestet werden und bis etwa 20 Kilometer hoch fliegen. Später will Musk noch höher hinaus: „Das wird total verrückt klingen, aber wir wollen versuchen, in weniger als sechs Monaten den Weltraum zu erreichen.“

Der Raumfahrtvisionär hatte vor einiger Zeit angekündigt, den Mars besiedeln und eine Million Menschen dorthin bringen zu wollen. Schon ab 2025 könnten nach den 2016 vorgestellten Plänen die ersten Menschen zum Roten Planeten reisen. Die US-Raumfahrtagentur NASA sieht eine erste bemannte Mars-Mission frühestens in den 2030er-Jahren. Bislang fliegt SpaceX mit – deutlich kleineren – verschiedenen „Falcon“-Raketen und einer „Dragon“-Kapsel ins All und bringt unter anderem für die US-Raumfahrtbehörde NASA Fracht zur Internationalen Raumstation ISS.

Musk ist allerdings dafür bekannt, große Ankündigungen zu machen und dann Zeitpläne nicht einzuhalten. So haben sein Unternehmen und auch Konkurrent Boeing bislang beispielsweise noch keine Astronauten zur ISS gebracht, obwohl die NASA das ursprünglich schon für 2017 anvisiert hatte.