Einsturz von Hafenbrücke

Welt / 01.10.2019 • 22:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nach dem Einsturz wurden noch weitere Boote unter den Trümmerteilen im Wasser vermutet. AFP
Nach dem Einsturz wurden noch weitere Boote unter den Trümmerteilen im Wasser vermutet. AFP

Trümmer treffen Öltanker und Fischerboote. Kaum noch Hoffnung auf Überlebende.

Taipeh In Taiwan hat sich ein folgenschwerer Brückeneinsturz ereignet. Zwölf Menschen erlitten bei dem Unglück in einem Fischereihafen an der Ostküste Verletzungen, für sechs Vermisste bestanden am Dienstag kaum noch Überlebenschancen, wie die Behörden mitteilten. Auf Bildern von Überwachungskameras war zu sehen, wie die 140 Meter lange Brücke aus unbekannter Ursache auf mindestens drei Fischerboote und einen Öltanker krachte, der daraufhin in Brand geriet. Die aus einem einzelnen Bogen bestehende Brücke hatte den Fischereihafen im Küstenort Nanfangao überspannt. Das herabstürzende Bauwerk versenkte die Fischerboote und brachte den Öltanker zum Kentern.

Auf dem Tanker brach ein Feuer aus, eine dichte schwarze Rauchwolke zog sich über den Hafen. Später gelang den Einsatzkräften die Bergung eines Fischerbootes, das von den Brückentrümmern unter Wasser gedrückt worden war. Weitere Boote wurden noch unter den Trümmerteilen im Wasser vermutet, sechs Ausländer wurden vermisst. Der örtliche Feuerwehrchef sprach von einer „komplizierten Rettungsaktion“, weil die verschütteten Schiffe in trübem Wasser lägen.

Die Feuerwehr habe deswegen Kontakt zu Architektur- und Schiffsbauexperten aufgenommen. „Wir tun unser Bestes“, versicherte der Feuerwehrchef. Unter den Verletzten befanden sich nach Angaben der Feuerwehr zwei Mitarbeiter der Küstenwache, sechs Fischerei-Beschäftigte von den Philippinen und drei weitere aus Indonesien sowie der taiwanische Kapitän des Öltankers. Am Montag war Taiwan von einem Taifun getroffen worden, der in manchen Gebieten an der Ostküste heftigen Regen mit sich brachte. Früheren folgenschweren Brückeneinstürzen in Taiwan waren meist Taifune vorausgegangen.