Roms Lösung für Müll und Metro

Welt / 08.10.2019 • 22:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Passagiere stecken die Plastikflaschen in einen Automaten, der einem via App Geld für Tickets auf das Telefon lädt. reuters
Passagiere stecken die Plastikflaschen in einen Automaten, der einem via App Geld für Tickets auf das Telefon lädt. reuters

Für alte Plastikflaschen gibt es U-Bahn- und Bustickets.

Rom In Rom können Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsmittel alte Plastikflaschen gegen U-Bahn- und Bustickets einlösen. Dabei stecken die Passagiere die Plastikflaschen in einen Automaten, der einem via App Geld für Tickets auf das Telefon lädt.

Bisher stehen zwar nur in drei Metrostationen solche Automaten, aber vor denen bilden sich stets lange Schlangen. Für jede Flasche gibt es über das System „+Ricicli + Viaggi“ (recycle und reise) fünf Cent. Einen Monat nach der Einführung im Sommer waren es bereits 100.000 entsorgte Plastikflaschen, wie die Verkehrsbetriebe mitteilten.

Chronische Müllprobleme

Rom sei die erste europäische Hauptstadt mit einem solchen System, erklärt Bürgermeisterin Virgina Raggi. Und der Grund ist simpel: Italiens Hauptstadt hat chronische Müllprobleme. Fast überall in der Stadt quellen die Tonnen täglich über. Mindestens genauso problematisch wie der Abfall ist der öffentliche Nahverkehr. Das U-Bahn-Streckennetz hat nur drei Linien. Die Busse sind veraltet. Dafür sind die Tickets günstig: Pro Fahrt bezahlt man 1,50 Euro. In Italien gibt es bisher kein flächendeckendes System für Pfandflaschen, das mit dem deutschen System vergleichbar wäre.