Notre-Dame wird nach Brand noch für Jahre geschlossen bleiben

Welt / 11.10.2019 • 22:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Wiederaufbau der Kathedrale wirft noch viele Fragen auf. AFP
Der Wiederaufbau der Kathedrale wirft noch viele Fragen auf. AFP

Paris Sechs Monate nach dem Großbrand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame sind noch viele Fragen rund um den Wiederaufbau offen. Weder ist die Stabilität der gotischen Kirche vollständig gesichert, noch ist klar, in welcher Form sie restauriert werden soll. Für Besucher wird das mehr als 850 Jahre alte Gotteshaus noch jahrelang geschlossen bleiben. Die Arbeiten zur Absicherung der Kathedrale sind noch in vollem Gang. Zwar konnte die Feuerwehr die Grundmauern und die mächtigen Glockentürme retten, aber die Hauptgefahr ist noch immer nicht gebannt: Das Gewölbe der Kathedrale könnte nach Angaben von Chefarchitekt Philippe Villeneuve nachgeben. Ein Einsturzrisiko besteht nach wie vor, da auf dem Gewölbe ein 500 Tonnen schweres Baugerüst lastet, das durch das Feuer teilweise eingeschmolzen ist. Das Eisengerüst auf dem Dach von Notre-Dame war für Arbeiten an dem Spitzturm angebracht – der Turm stürzte bei dem Brand jedoch ebenso ein wie große Teile des Bleidachs.

Die Sicherungsarbeiten dürften erst im Frühling kommenden Jahres abgeschlossen sein. Anschließend ziehen die Architekten Bilanz. Mit dem eigentlichen Wiederaufbau ist nicht vor 2021 zu rechnen.