Überflutungen und Tote

Welt / 13.10.2019 • 22:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zahlreiche Flüsse sind über die Ufer getreten. Teils stand das Wasser mehrere Meter hoch. Für mehrere Regionen wurde erstmals die höchste Warnstufe ausgegeben. Reuters

Zahlreiche Flüsse sind über die Ufer getreten. Teils stand das Wasser mehrere Meter hoch. Für mehrere Regionen wurde erstmals die höchste Warnstufe ausgegeben. Reuters

Taifun „Hagibis“ zieht in Japan Spur der Verwüstung. Mindestens 33 Tote.

Tokio Einer der heftigsten Taifune seit Jahrzehnten hat in Japan schwere Überschwemmungen ausgelöst und mindestens 33 Menschen in den Tod gerissen. 19 weitere Menschen galten am Sonntag noch als vermisst. Wirbelsturm „Hagibis“ zog am Vortag und in der Nacht zum Sonntag mit rekordstarken Regenfällen und Sturmböen über die Hauptstadt Tokio und andere Gebiete des fernöstlichen Inselreichs. Mehr als 170 Bewohner wurden verletzt, wie lokale Medien berichteten. Der Taifun, der sich am Sonntag im Nordosten über dem Meer zu einer Tiefdruckzone abschwächte, hatte zahlreiche Flüsse über die Ufer treten lassen und ganze Wohngebiete und Straßen überschwemmt. Mehr als 110.000 Einsatzkräfte waren im Dauereinsatz und brachten eingeschlossene Menschen aus überschwemmten Häusern in Sicherheit.

Auch in anderen Regionen des Inselreichs kam es zu Überschwemmungen, darunter in der mit am schwersten betroffenen Provinz Nagano, wo der Chikuma-Fluss durch die Uferdämme brach und Wohngebiete mit schlammigen Wassermassen überflutete. Teils stand das Wasser mehrere Meter hoch.

Dutzende von Erdrutschen und Schlammlawinen waren in weiten Gebieten Japans abgegangen. 21 Flüsse waren durch die Uferdämme gebrochen. Nach Angaben des Industrieministeriums waren 166.000 Häuser am Sonntagnachmittag (Ortszeit) von der Stromversorgung abgeschnitten. Auch die Wasserversorgung war teils unterbrochen. In der Tokioter Nachbarprovinz Chiba, wo erst im vergangenen Monat ein Taifun gewütet und massive Stromausfälle verursacht hatte, wurden ein Dutzend Häuser durch einen plötzlichen Tornado zerstört. Wegen der Gefahr durch die Niederschläge, die zu den schlimmsten seit rund 60 Jahren zu werden drohten, hatten die Behörden für Tokio und mehrere andere Regionen erstmals die höchste Warnstufe ausgegeben.

Zahlreiche Flüsse sind über die Ufer getreten. Teils stand das Wasser mehrere Meter hoch. Für mehrere Regionen wurde erstmals die höchste Warnstufe ausgegeben. Reuters
Zahlreiche Flüsse sind über die Ufer getreten. Teils stand das Wasser mehrere Meter hoch. Für mehrere Regionen wurde erstmals die höchste Warnstufe ausgegeben. Reuters