Streik sorgte für Flugausfälle

Welt / 20.10.2019 • 22:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Sehr viel Geduld brauchten Eurowings-Fluggäste gestern auch in Düsseldorf. apa
Sehr viel Geduld brauchten Eurowings-Fluggäste gestern auch in Düsseldorf. apa

Gestern streikten in Deutschland die Flugbegleiter mehrerer Lufthansa-Töchter.

berlin, frankfurt Die gestrigen Warnstreiks der Flugbegleiter einiger Lufthansa-Töchter in Deutschland hatten Auswirkung auf mehrere Flughäfen, wo sie zu rund 100 Flugausfällen geführt haben. Vor allem in Berlin, Köln, München, Düsseldorf und Stuttgart bekamen die Fluggäste den Arbeitskampf zwischen der Kabinengewerkschaft Ufo und dem größten Luftverkehrskonzern Europas zu spüren.

Streik ausgeweitet

Die Gewerkschaft hatte den Warnstreik am Sonntagmorgen von ursprünglich sechs auf 19 Stunden bis Mitternacht bei den Konzerntöchtern Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und Sunexpress verlängert. Die Kerngesellschaft Lufthansa wurde hingegen nicht bestreikt, so dass am größten deutschen Flughafen in Frankfurt nur wenige Flüge der Lufthansa City­line abgesagt werden mussten.

Die im Vorfeld der Streiks von der deutschen Kabinengewerkschaft Ufo angedrohte Ausweitung der Arbeitsniederlegung auf die Lufthansa-Kerngesellschaft selbst fand nicht statt.

Ufo kündigte an, am heutigen Montag die Warnstreiks in ihren jeweiligen Tarifkommissionen auszuwerten und über weitere Maßnahmen zu beraten. Die Gewerkschaft hat für jede der fünf Fluggesellschaften Forderungen aufgestellt, die vom Lufthansa-Konzern teilweise bereits freiwillig geleistet werden. So zahlt Lufthansa freiwillig 2,0 Prozent mehr Gehalt, obwohl Ufo im aktuellen Arbeitskampf nur 1,8 Prozent gefordert hat. Zum Abschluss von förmlichen Tarifverträgen mit der Ufo ist Lufthansa aber weiterhin nicht bereit. Sie erkennt den Ufo-Vorstand nicht mehr als vertretungsberechtigt an und will der Gewerkschaft vor Gericht die Fähigkeit absprechen lassen, Tarifverträge rechtsgültig abzuschließen.