Waldbrände wüten weiter

Welt / 27.10.2019 • 22:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Seit Tagen wüten mehrere Waldbrände in Kalifornien. Starke Winde fachen die Feuer immer wieder an. AFP
Seit Tagen wüten mehrere Waldbrände in Kalifornien. Starke Winde fachen die Feuer immer wieder an. AFP

Zehntausende Menschen in Kalifornien mussten bereits vor den Flammen fliehen.

San francisco  Die seit Tagen in Kalifornien wütenden Waldbrände haben am Wochenende Dutzende Häuser zerstört und Zehntausende weitere Menschen in die Flucht getrieben. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht: Starke Windböen und eine niedrige Luftfeuchtigkeit sollen den Flammen bis einschließlich Montag ideale Bedingungen bieten. Nachdem sich das sogenannte „Kincaid“-Feuer weiter ausbreitete, ordneten die Behörden die Evakuierung eines großen Teils des Bezirks Sonoma an. Mehr als 80.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Anordnung betraf zunächst 14 Ortschaften. In der Nacht auf Sonntag wurde diese dann auf Sebastopol and Valley Ford ausgeweitet. Für die nahe gelegene Stadt Santa Clara gaben die Behörden eine Warnung aus: Die rund 165.000 Einwohner sollten sich jederzeit für eine Evakuierung bereithalten. In der Weinbauregion rund 120 Kilometer nördlich von San Francisco haben sich die Flammen auf eine Fläche von mehr als 100 Quadratkilometern ausgebreitet. Nach Angaben der Behörden fielen 77 Gebäude den Flammen zum Opfer, weitere 23.500 sind bedroht. Mehr als 2800 Helfer bekämpfen das „Kincaid“-Feuer.

Wegen des sogenannten „Tick“-Feuers“ nahe der Stadt Santa Clarita in Südkalifornien mussten zwischenzeitlich 40.000 Menschen ihre Häuser verlassen.  Bei dem Brand rund 50 Kilometer nördlich von Los Angeles sind bisher 16 Gebäude zerstört und 18 weitere beschädigt worden. Rund 10.000 Bauwerke gelten weiterhin als gefährdet.

Wegen der hohen Waldbrandgefahr begann der Energieversorger Pacific Gas & Electric am Samstagabend, fast einer Million Kunden in Nord- und Zentralkalifornien den Strom abzustellen. 940.000 Kunden müssen nach Angaben von PG&E bis Montag ohne Elektrizität auskommen. Bei starken Winden droht die Gefahr, dass Strommasten umstürzen oder Äste Leitungen abreißen und somit Feuer auslösen.