Küstenhochwasser bedroht mehr Menschen als gedacht

Welt / 30.10.2019 • 22:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Washington In den kommenden Jahrzehnten werden laut einer Studie Hunderte Millionen Menschen mehr als angenommen von regelmäßigem Hochwasser bedroht. Ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen seien bis 2050 Küstengebiete, in denen heute 300 Millionen Menschen leben, mindestens ein Mal jährlich von Überschwemmungen betroffen, legte die US-NGO Climate Central auf Grundlage eines neu entwickelten Rechenmodells dar.

Der Großteil der Betroffenen lebt demnach in den sechs asiatischen Ländern China, Bangladesch, Indien, Vietnam, Indonesien und Thailand. Mit insgesamt 237 Millionen Menschen ist die Zahl der dortigen Betroffenen laut den Berechnungen von Global Central mehr als vier Mal so hoch wie in bisherigen wissenschaftlichen Prognosen.

Düstere Prognosen

Die Zahl der Küstenbewohner, deren bisheriger Lebensraum bis zum Jahr 2050 wegen des klimabedingten Anstiegs des Meeresspiegels dauerhaft unter Wasser gesetzt wird, beziffert Climate Central mit rund 150 Millionen, davon 30 Millionen in China. Bis zum Jahr 2100 könnten der Prognose zufolge allein in den sechs asiatischen Ländern Gebiete dauerhaft unter Wasser stehen, die derzeit von 250 Millionen Menschen bewohnt werden. Dies seien fünf Mal mehr als in bisherigen Prognosen.