Drogenkartell tötet drei Frauen und sechs Kinder

Welt / 05.11.2019 • 22:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das ausgebrannte Auto der Mormonin. Reuters
Das ausgebrannte Auto der Mormonin. Reuters

Mexiko-Stadt Ein Drogenkartell hat im Norden Mexikos mutmaßlich aus Versehen drei Frauen und sechs Kinder getötet. Möglicherweise hätten die Angreifer die großen schwarzen SUVs der in Mexiko lebenden US-Bürger für Fahrzeuge eines rivalisierenden Kartells gehalten, sagte Sicherheitsminister Alfonso Durazo. Fünf Kinder wurden mit Verletzungen in ein Krankenhaus in Phoenix im US-Staat Arizona gebracht. Ein Kind galt als vermisst.

Ein Verwandter sagte, er habe einen der SUV ausgebrannt und mit Einschusslöchern gefunden. Darin waren die Leichen der Frau seines Neffen und ihrer vier Kinder, darunter Zwillinge im Alter von sechs Monaten. Später wurden die Leichen von zwei weiteren Frauen und zwei Kindern entdeckt. Verwandten zufolge lebten die US-Bürger in der religiösen Gemeinschaft La Mora in Sonora, rund 100 Kilometer entfernt von der US-Grenze. Vor Jahrzehnten hatte sich dort ein Ableger der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gegründet.