Dürre bedroht Wildtiere

Welt / 06.11.2019 • 22:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mindestens 105 Elefanten sind in den letzten zwei Monaten in den Wildtierreservaten Simbabwes verendet. AP
Mindestens 105 Elefanten sind in den letzten zwei Monaten in den Wildtierreservaten Simbabwes verendet. AP

In Simbabwe sind selbst einst zuverlässige Wasserquellen nahezu ausgetrocknet.

Mana Pools Elefanten, Zebras, Flusspferde, Antilopen, Büffel und viele andere Wildtiere sind von dem Mangel an Nahrung und Wasser in Simbabwes Nationalpark Mana Pools stark getroffen. Der Name des Parks kommt von den vier Wasserlöchern, die in jeder Regenzeit vom Fluss Sambesi gespeist werden, und wo die Tiere normalerweise trinken. Das Wort „mana“ bedeutet „vier“ in der Sprache Schona.

An den Mana Pools, mit seiner prächtigen Lage am Sambesi ein Unesco-Welterbe, herrscht jedes Jahr um diese Zeit heißes, trockenes Wetter. Doch in diesem Jahr ist es weitaus schlimmer als sonst, weil es im vergangenen Jahr kaum geregnet hat. Selbst die Fließgeschwindigkeit des Flusses ist geringer. Die einst zuverlässigen Wasserquellen der Region, die durch den Sambesi vom benachbarten Sambia getrennt wurden, sind zu Todesfallen geworden, in denen Tiere verzweifelt die schlammigen Teiche zu erreichen versuchen.

Viele Tiere sind im Park im Schlamm stecken geblieben, als sie versuchten, Long Pool zu erreichen, das mit fünf Kilometern Länge größte Wasserloch. Sie wurden von Wildhütern herausgezogen, überlebten aber die Begegnung mit Raubtieren auf der Suche nach einer schwachen Beute nicht. Mit nur fünf Prozent seiner normalen Größe ist Long Pool eines der wenigen verbliebenen Wasserlöcher in den Ebenen des Parks. Zwei weitere Wasserlöcher von Mana sind völlig ausgetrocknet, während das dritte nur 20 bis 30 Prozent seiner üblichen Größe aufweise und weiter zusammenschrumpfe, sagt der Wildtierhüter Munyaradzi Dzoro.Mindestens 105 Elefanten sind in den Wildtierreservaten Simbabwes verendet, die meisten von ihnen in den vergangenen zwei Monaten in Mana und dem größeren Hwange Nationalpark. Viele verzweifelte Tiere wandern auf der Suche nach Nahrung und Wasser von Simbabwes Parks in nahe Gemeinden.