Dreijährigen Halbbruder getötet: 15-Jährige hat Erinnerungslücken

Welt / 08.11.2019 • 22:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Mädchen soll 28 Mal auf ihren schlafenden Halbbruder eingestochen haben. AFP
Das Mädchen soll 28 Mal auf ihren schlafenden Halbbruder eingestochen haben. AFP

Detmold Im Fall des offenbar von seiner Halbschwester erstochenen dreijährigen Buben aus Detmold hat ein Richter am Freitag Haftbefehl wegen Mordes gegen die 15-jährige Tatverdächtige erlassen. Die Jugendliche soll dem Kind laut Obduktion 28 Messerstiche zugefügt haben, wie die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Bielefeld mitteilten. Motiv für die Tat sei nach bisherigen Erkenntnissen, dass die 15-Jährige in einem schwierigen familiären Umfeld gelebt und eine „tiefe Abneigung“ gegen ihren Halbbruder entwickelt habe.

In ihren ersten Vernehmungen bei der Polizei und am Freitag vor dem Haftrichter bestritt die Tatverdächtige demnach die Bluttat nicht. Sie hielt sich den Ermittlern zufolge auch selbst für die Täterin, machte aber Erinnerungslücken für die Tatzeit geltend. Einen konkreten Anlass für die Tat nannte die 15-Jährige den Angaben zufolge nicht. Die Ermittler gingen davon aus, dass der Dreijährige zum Zeitpunkt der Tat am Mittwochabend in der Wohnung schlief.

Das Mädchen soll 28 Mal auf ihren schlafenden Halbbruder eingestochen haben. AFP
Das Mädchen soll 28 Mal auf ihren schlafenden Halbbruder eingestochen haben. AFP