Das Hochwasser hat Venedig weiter fest im Griff

Welt / 17.11.2019 • 22:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auch am Sonntag waren große Teile der Stadt unter Wasser. AP
Auch am Sonntag waren große Teile der Stadt unter Wasser. AP

Venedig Am Sonntag stieg der Wasserpegel wieder auf 1,5 Meter über dem Meeresspiegel, wie die Behörden mitteilen. Es war das dritte Mal seit vergangenem Dienstag, dass ein so hoher Wert gemessen wurde. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1872 war der Wasserpegel noch nie zweimal im Jahr über 1,5 Meter gestiegen, geschweige denn dreimal in einer Woche.

Läden und Museen rund um den Markusplatz waren geschlossen. Und auch der Platz selbst wurde gesperrt. Weil er besonders tief liegt, waren dort die Überschwemmungen am schlimmsten. Dennoch kamen einige Touristen mit Gummistiefeln, machten Fotos und setzten sich in Cafés zu einem Espresso oder einem Aperol Spritz.

Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro schätzte die Flutschäden auf „Hunderte Millionen Euro“. Das gesamte Ausmaß werde aber erst sichtbar sein, wenn das Wasser zurückgegangen und Venedig wieder trocken sei, sagte er. Die italienischen Behörden haben für die Gegend den Notstand erklärt.