Winterchaos in Teilen des Landes

Welt / 17.11.2019 • 22:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Starkregen und Schneefall sorgten am Wochenende für Ausnahmezustand. Feuerwehren waren wie hier in Dölsach in Osttirol im Dauereinsatz. APA
Starkregen und Schneefall sorgten am Wochenende für Ausnahmezustand. Feuerwehren waren wie hier in Dölsach in Osttirol im Dauereinsatz. APA

Schnee und Regen hielten Einsatzkräfte in mehreren Bundesländern in Atem.

Lienz Starkregen und Schnee haben in Österreich am Wochenende zu zahlreichen Muren- und Lawinenabgängen sowie zu Stromausfällen geführt. Aus Sicherheitsgründen mussten sowohl am Samstag als auch am Sonntag zahlreiche Straßen gesperrt werden. Am Sonntag kam es zu einem Lawinenabgang in Prägraten in Osttirol, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde. Auch im Südtiroler Martelltal ging eine Lawine ab, beschädigte zwei Häuser. Ebenfalls am Sonntag erfasste eine Lawine nahe der Talstation des Stubaier Gletschers ein Auto. Die sechs Menschen im Wagen blieben unverletzt.

Vor allem in Osttirol und in Teilen Kärntens hat es seit Mittwochfrüh immer wieder viel geschneit und geregnet. In Osttirol war in der Nacht auf Samstag zeitweise in allen Haushalten der Strom ausgefallen. Am Sonntagmittag waren weiter rund 2000 Haushalte in dieser Region ohne Stromversorgung, weil die schweren Niederschläge laufend zu Baumstürzen und Seilrissen führten, wie der örtliche Stromversorger mitteilte. Die Bildungsdirektion Tirol empfahl allen Schulleitern, auch am Montag die Schulen in Osttirol noch geschlossen zu halten. Auch in Teilen Kärntens ist heute schulfrei.

So kam es in mehreren Regionen Kärntens in der Nacht auf Samstag zu Hangrutschungen, Muren und Felsstürzen. Zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden. Auch die Bahn verkehrte auf einigen Strecken aufgrund der starken Schneefälle, der Probleme bei der Stromversorgung sowie wegen umgestürzter Bäume zeitweise nur eingeschränkt. Im Bezirk Murau in der Steiermark mussten am Sonntagnachmittag Wohnhäuser evakuiert werden, weil ein Hangrutsch drohte. Betroffen waren 30 Personen. Weil sich die Lage am Abend weiter zuspitzte, wurde Stadl/Mur zum Katastrophengebiet erklärt.