Fritz von Weizsäcker erstochen: Hass auf Vater war Motiv

Welt / 20.11.2019 • 22:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Fritz von Weizsäcker war Chefarzt an der Schlosspark-Klinik in Berlin. AP
Fritz von Weizsäcker war Chefarzt an der Schlosspark-Klinik in Berlin. AP

Berlin In einer Berliner Privatklinik ist Chefarzt Fritz von Weizsäcker, Sohn des früheren deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, während eines Vortrags erstochen worden. Laut einer Polizeisprecherin wurde er am Dienstagabend plötzlich von einem Mann angegriffen. Der Angreifer soll in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. Dies wolle man in Hinblick auf eine „akute psychische Erkrankung“ des Beschuldigten beantragen, teilte die Staatsanwaltschaft Berlin mit. 

Das Motiv des Mannes liege in einer „wohl wahnbedingten allgemeinen Abneigung des Beschuldigten gegen den Vater des Getöteten“, begründete die Ermittlungsbehörde. Der 57-Jährige habe angegeben, die Tat geplant zu haben. Im Internet sei er auf den Vortrag in der Schlosspark-Klinik gestoßen, hieß es. Der Mann sei am Dienstag mit der Bahn zu der Veranstaltung gefahren. Zuvor habe er noch in Rheinland-Pfalz ein Messer gekauft, um damit am Abend die Tat zu begehen.