Immer mehr Bewegungsmuffel

Welt / 22.11.2019 • 22:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Kinder und Jugendlichen spielen laut der Weltgesundheitsorganisation letztlich mehr digital als wirklich aktiv. apa
Die Kinder und Jugendlichen spielen laut der Weltgesundheitsorganisation letztlich mehr digital als wirklich aktiv. apa

Mehr digital statt aktiv: Laut WHO bewegen sich vier von fünf Jugendlichen zu wenig.

Genf Eine Stunde Bewegung am Tag ist nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation WHO ausreichend für Kinder und Jugendliche – doch das schaffen nur wenige. Laut einer WHO-Studie bewegt sich weltweit nur ein Fünftel der Elf- bis 17-Jährigen so viel. Auch die österreichischen Jugendlichen schnitten in der im Fachjournal „The Lancet“ veröffentlichten Studie schlecht ab. So waren hierzulande 71,2 Prozent der Buben und sogar 84,5 Prozent der Mädchen im Jahr 2016 körperlich nicht aktiv genug. Im Vergleich zum Jahr 2001 haben sich die Zahlen für Burschen in Österreich verbessert, bei den Mädchen hingegen leicht verschlechtert.

1,6 Millionen wurden befragt

Die Gründe für die Ergebnisse wurden in der Studie, für die 1,6 Millionen junge Menschen in 246 Ländern befragt wurden, generell nicht untersucht. „Wir hatten eine elektronische Revolution, welche die Bewegungsmuster von Jugendlichen offensichtlich verändert hat – und sie dazu anregt, mehr zu sitzen, weniger aktiv zu sein, mehr zu fahren, weniger zu gehen“, meinte aber Leanne Riley, eine der Co-Autorinnen der Studie. Die Jugendlichen spielten letztlich mehr digital als wirklich aktiv.

Der für Österreich zu beobachtende Unterschied zwischen Burschen und Mädchen findet sich auch auf globaler Ebene wieder: Während sich weltweit 77,6 Prozent der Buben nicht ausreichend bewegen, sind es bei den Mädchen 84,7 Prozent.

Die WHO hatte eigentlich das Ziel ausgegeben, den Anteil der Jugendlichen mit zu wenig Bewegung bis 2030 auf 70 Prozent zu senken. „Dieses Ziel können wir nicht einhalten, wenn sich diese Trends fortsetzen“, machte Regina Guthold, Studienautorin und WHO-Expertin für die Gesundheit von Jugendlichen, deutlich.