Spektakulärer Kunstraub

Welt / 25.11.2019 • 22:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das historische Grüne Gewölbe in Dresden gilt als einmalige Schatzkammer Europas. AFP
Das historische Grüne Gewölbe in Dresden gilt als einmalige Schatzkammer Europas. AFP

Beim Diebstahl in der Dresdner Schatzkammer geht es um unschätzbare Werte.

Dresden Einbrecher haben aus der berühmten Schatzkammer Grünes Gewölbe in Dresden Kunstschätze von kaum messbarem Wert gestohlen. Vermutlich zwei Täter stiegen am Montag über ein Fenster in das Residenzschloss mitten in der Dresdner Altstadt ein. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnten weitere Täter beteiligt gewesen sein. Bisher fehlt von ihnen jede Spur. Eine zehnköpfige Sonderkommission namens „Epaulette“ fahndet derzeit mit Hochdruck nach den Tätern.

Die Überwachungskamera im Juwelenzimmer habe zwei Einbrecher gezeigt, sagte der Leiter der Kriminalpolizei, Volker Lange. Die Täter hätten zuvor ein Gitter durchtrennt und das Fenster eingeschlagen. Anschließend hätten sie zielsicher eine Vitrine zertrümmert.

Die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, sprach von einem „Staatsschatz“. Die Schadenshöhe ist derzeit noch unklar. Betroffen sind möglicherweise etwa 100 Objekte aus den Juwelengarnituren Friedrich August I. (der Starke). Die Ensembles aus Knöpfen, Schnallen, Orden oder Stockknöpfen sind mit Brillanten, Diamanten, Rubinen, Smaragden oder Saphiren besetzt. Wie viel davon verschwunden ist, war zunächst unklar.

Laut Ackermann hatte das Sicherheitspersonal die Verdächtigen auf der Videoüberwachung gesehen und die Polizei verständigt. Das Personal sei nicht bewaffnet. Weltweit ist es Ackermann zufolge üblich, dass sich die Mitarbeiter in solchen Fällen keiner Gefahr aussetzen und die Polizei informieren. Polizeipräsident Jörg Kubiessa kündigte an, das Sicherheitskonzept zu überprüfen. Glück im Unglück: Eines der wertvollsten Stücke des Grünen Gewölbes wird derzeit im Metropolitan Museum of Art in New York ausstellt – der Grüne Diamant.