Tödliche Hundebisse beim Heer: „Das Ziel ist Aufklärung“

Welt / 26.11.2019 • 22:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Jagdkommando-Soldaten des Bundesheeres mit Hund. Symbolbild, APA
Jagdkommando-Soldaten des Bundesheeres mit Hund. Symbolbild, APA

Wiener Neustadt Nach den tödlichen Hundebissen auf einen 31-jährigen Soldaten ermittelt die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt nun gegen einen Heeresbediensteten. „Ein im Betrieb der Kaserne Verantwortlicher“ sei einvernommen worden, bestätigte Markus Bauer von der Anklagebehörde am Dienstag einen Online-Bericht der „Salzburger Nachrichten“. Es gehe um den Verdacht der grob fahrlässigen Tötung. Ob der Mann „ein Beschuldigter sein kann, werden die Ermittlungen zeigen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter.

Erich Gemeiner, Rechtsanwalt der Familie des in Wiener Neustadt von Schäferhunden getöteten 31-jährigen Militärhundeführers, hat indes scharfe Kritik am Bundesheer geübt. „Das Ziel ist Aufklärung“, hielt Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium auf APA-Anfrage entgegen. Unter Verweis auf die Aktenlage äußerte Gemeiner den Verdacht, dass „diverse Mitglieder“ des Heeres „sowie das Bundesheer an sich die fahrlässige Tötung zu verantworten haben“.