Japanische Frauen machen gegen Brillenverbot mobil

Welt / 02.12.2019 • 23:07 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Schauspielerin und Autorin Yumi Ishikawa führt die Frauengruppe an. AFP
Schauspielerin und Autorin Yumi Ishikawa führt die Frauengruppe an. AFP

Tokio In Japan haben Brillenverbote für Frauen in einigen Unternehmen Proteste ausgelöst. Eine Gruppe von Aktivistinnen will in einer Petition die Regierung auffordern, frauenfeindliche Vorschriften zu Kleidung und Aussehen weiblicher Mitarbeiter in einem geplanten Gesetz gegen Belästigung am Arbeitsplatz zu benennen, wie die japanische Tageszeitung „Tokyo Shimbun“ berichtete. Demnach verbieten Unternehmen verschiedener Branchen weiblichen Mitarbeitern das Tragen von Brillen. „Empfangsdamen seien nun mal das Gesicht der Firma“, da störe eine Brille. Manche Kosmetikfirma argumentiere zudem, Brillen bei Verkäuferinnen verdeckten das eigene Produkt. Hinter der Petition stehen jene Frauen, die zuvor eine Initiative gegen das verpflichtende Tragen von hochhackigen Schuhen am Arbeitsplatz gestartet hatten. Unter dem Hashtag „#KuToo“ – japanische Worte für Schuhe (kutsu) und Schmerz (kutsuu) – werden seither entsprechende Regeln in Firmen kritisiert.