Alternative Nobelpreise wurden vergeben

Welt / 04.12.2019 • 22:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
He Jiankui wollte durch Genveränderung HIV-Immunität erreichen. AFP
He Jiankui wollte durch Genveränderung HIV-Immunität erreichen. AFP

Stockholm In Abwesenheit von Klimaaktivistin Greta Thunberg und einer weiteren Preisträgerin sind in Stockholm die Gewinner der diesjährigen Alternativen Nobelpreise ausgezeichnet worden. Während Thunberg und die chinesische Frauenrechtlerin Guo Jianmei bei der feierlichen Preisverleihung im Stockholmer Veranstaltungshaus Cirkus fehlten, nahmen die Menschenrechtskämpferin Aminatu Haidar aus der Westsahara und der brasilianische Ureinwohner Davi Kopenawa ihre Preise am Mittwochabend persönlich entgegen. Haidar ist die erste Preisträgerin aus der Westsahara überhaupt.

Guo Jianmei konnte aus nicht näher genannten Gründen nicht nach Stockholm kommen. Thunberg befand sich nach ihrer Rückreise über den Atlantik noch in Lissabon, weshalb zwei Aktivistinnen von Fridays for Future Schweden die Ehrung für sie entgegennahmen. Thunberg selbst bedankte sich per Videobotschaft, nachdem sie der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Johan Rockström, als „Jeanne d’Arc“ des Klimas angekündigt hatte. Der Preis sei eine große Ehre, sagte Thunberg im Anschluss per Video aus Lissabon. „Das bedeutet eine Menge. Und ja, wir werden weiterkämpfen. Der Kampf geht weiter. Wir werden niemals stoppen.“

Die Motive für die Auszeichnung reichen vom Kampf für das Klima bis zum Einsatz für Gerechtigkeit und die Rechte von Frauen.