Drogenring in Kärnten gesprengt: 15 Kilo Kokain importiert

Welt / 05.12.2019 • 22:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Klagenfurt, Wien Die Polizei hat in den letzten Monaten einem Drogenring das Handwerk gelegt. Zumindest 15 Kilogramm Kokain sollen innerhalb von drei Jahren vorwiegend aus Slowenien importiert und in Kärnten verkauft worden sein, sagte Gottlieb Türk, der Leiter des Landeskriminalamts, gestern vor Journalisten. Von 16 festgenommenen Verdächtigen befänden sich aktuell 15 in Untersuchungshaft. Die Gruppe arbeitete professionell und arbeitsteilig und war hauptsächlich im Zentralraum – Klagenfurt, Villach und rund um den Wörthersee – aktiv, berichtete Karl Schnitzer, Leiter der Ermittlungsgruppe Suchtgiftkriminalität. Die meisten Verdächtigen sind Österreicher, drei sind Bosnier, zwei Slowenen. Manche von ihnen arbeiteten als Kuriere, andere waren für die Geldflüsse zuständig. Der Erlös aus dem Kokainverkauf soll bei zumindest einer Million Euro liegen. Bunkerwohnungen wurden angemietet, um dort das importierte Kokain zu strecken, verkaufsfertig zu portionieren und zu verpacken.

Die Verdächtigen und ihre rund 170 Subdealer und Abnehmer, gegen die noch ermittelt wird, stammen aus allen Gesellschaftsschichten. Unter ihnen befinden sich etwa ein 49-jähriger Kärntner aus dem Villacher Rotlichtmilieu – gegen ihn wird auch in anderem Zusammenhang ermittelt -, aber auch ein 30-jähriger Wörthersee-Szenegastronom, der auf frischer Tat beim Verkauf von Kokain ertappt wurde. Bei ihm wurde auch ein halbes Kilo des Suchtgifts sichergestellt.