Keine Hoffnung auf Überlebende

Welt / 09.12.2019 • 22:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Touristen waren mit dem Boot vor Ort, als der Vulkan ausgebrochen ist. Die Maoris nennen den Vulkan Te Puia O Whakaari („Der dramatische Vulkan“). AFP/Michael Schade
Touristen waren mit dem Boot vor Ort, als der Vulkan ausgebrochen ist. Die Maoris nennen den Vulkan Te Puia O Whakaari („Der dramatische Vulkan“). AFP/Michael Schade

Urlauber-Drama auf Neuseeland: Mehrere Tote nach Vulkanausbruch.

Auckland Aus dem Tagesausflug auf eine Vulkaninsel vor der Küste Neuseelands ist möglicherweise für Dutzende Urlauber ein tödliches Abenteuer geworden. Bei einem plötzlichen Ausbruch des Vulkans von White Island kamen am Montag mindestens fünf Menschen ums Leben. Befürchtet wird, dass noch viel mehr Todesopfer zu beklagen sind. Mehr als 20 Besucher wurden in der Nacht (Ortszeit) vermisst. Die Polizei vermutet, dass es auf der Insel keine Überlebenden mehr gibt. Wegen der Gefahr weiterer Eruptionen konnten die Rettungskräfte sie nicht betreten.

Hinweise, dass Österreicher von der Naturkatastrophe betroffen sein könnten, gebe es bisher nicht, sagte Peter Guschelbauer, Sprecher des Außenministeriums, auf APA-Anfrage.

Der Vulkan brach gegen 14.11 Uhr Ortszeit (2.11 Uhr MEZ) aus. Auf Aufnahmen einer Beobachtungskamera ist zu sehen, wie sich kurz zuvor noch eine größere Gruppe von Wanderern auf den Krater zubewegt. Dann wird das Bild schwarz. Die Polizei schätzt, dass zu diesem Moment bis zu 50 Menschen auf der Insel waren. 23 konnten mit Booten oder Hubschraubern weggebracht werden. Mindestens sieben von ihnen wurden schwer verletzt. Viele erlitten Verbrennungen.

Mit Flugzeugen und Hubschraubern wurde bis in den späten Abend aus der Luft nach Überlebenden gesucht. Ein Polizeisprecher sagte: „An keinem Ort sind Lebenszeichen gesichtet worden. Auf Grundlage der vorliegenden Informationen glauben wir nicht, dass sich auf der Insel noch Überlebende befinden.“ White Island liegt im Nordosten von Neuseelands Nordinsel, etwa 50 Kilometer von der Küste entfernt. Selbst von dort war die riesige Aschewolke zu sehen. Pro Jahr wird die Insel von 10.000 Ausflüglern im Rahmen einer Bootstour besucht.