Statt Fahrkarte: U-Bahn testet Gesichtserkennung

Welt / 09.12.2019 • 22:22 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Die Bahnsteigsperre soll das gespeicherte Gesicht automatisch erkennen. AP
Die Bahnsteigsperre soll das gespeicherte Gesicht automatisch erkennen. AP

Osaka Im Hightechland Japan wird erstmals Technologie zur Gesichtserkennung als Ersatz für Fahrkarten an Bahnsteigsperren getestet. Die U-Bahn-Betreibergesellschaft in Osaka stellte am Montag Reportern an einem Bahnhof das neue Verfahren vor, wie die Zeitung „Mainichi Shimbun“ berichtete. Hierzu lässt der Bahngast zunächst sein Gesicht fotografieren und elektronisch abspeichern. Sobald er an eine der überall in Japan an Bahnhöfen installierten Bahnsteigsperren kommt, die als Fahrkartenentwerter fungieren, erkennt die Technologie das Gesicht und öffnet die Schranke zum Bahnsteig.

Zunächst werde das System ab diese Woche mit Mitarbeitern der U-Bahn-Gesellschaft getestet. Zur Weltausstellung 2025 in Osaka plane man, die Technologie an allen 133 Bahnhöfen der Region einzuführen. Mit Masken, wie sie Japaner bei Erkältungen beziehungsweise Heuschnupfen oder auch als Schutz gegen diese häufig tragen, habe die Gesichtserkennungs-Technologie aber nicht immer funktioniert.