Schwere Vorwürfe gegen Boeing

Welt / 12.12.2019 • 23:01 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Die Boeing 737 Max darf heuer nicht mehr starten. AP
Die Boeing 737 Max darf heuer nicht mehr starten. AP

Chicago Der US-Luftfahrtriese Boeing gerät in der Krise um seinen nach zwei Abstürzen weltweit mit Startverboten belegten Unglücksjet 737 Max immer weiter unter Druck. Ein Whistleblower erhob bei einer Kongressanhörung in Washington schwere Anschuldigungen gegen den Flugzeugbauer. „Ich habe eine Fabrik im Chaos erlebt und Monate vor dem ersten Absturz schwerwiegende Bedenken über die Fertigungsqualität an ranghohe Boeing-Führungskräfte durchgegeben“, erklärte der frühere Boeing-Manager Ed Pierson. Vor dem zweiten Unglück habe er erneut Probleme gemeldet, doch keiner seiner Hinweise habe etwas bewirkt.

Boeing steht im Verdacht, die Unglücksflieger überstürzt auf den Markt gebracht und die Sicherheit vernachlässigt zu haben. Der Konzern streitet dies ab, hat aber Fehler bei der 737 Max zugegeben. Als eine wesentliche Absturzursache gelten Software-Fehler bei einer Steuerungsautomatik.