Mühsamer Endspurt für die UN-Klimaverhandlungen

Welt / 13.12.2019 • 22:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Madrid Dringende Appelle und Proteste für mehr Klimaschutz haben die Schlussphase der Weltklimakonferenz in Madrid begleitet – aber eine Einigung der fast 200 Staaten war am Freitag noch nicht absehbar. Nach knapp zweiwöchigen Verhandlungen war klar, dass der Gipfel sich in den Samstag hinein ziehen würde. Umweltschützer und mehrere Staaten riefen zum Handeln auf und prangerten Blockaden einiger Länder an. Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat den Klimagipfel aber schon vor seinem Ende abgeschrieben. Die Gründerin, die Schwedin Greta Thunberg, sagte, politische Entscheidungsträger versuchten immer noch, vor ihrer Verantwortung davonzulaufen. „Wir müssen dafür sorgen, dass sie das nicht tun können.“

Verhandelt wurde am Freitag noch über alle wichtigen Punkte: die Abschlusserklärung, Geld für Klimaschäden in ärmeren Ländern und Regeln für den Handel mit Klimaschutz-Gutschriften. Am Nachmittag wurde in einer Plenarsitzung deutlich, dass die Forderungen der Staaten noch weit auseinander lagen. Konferenzpräsidentin Carolina Schmidt, die chilenische Umweltministerin, mahnte: „Die Welt schaut auf uns.“