Exoplaneten im Visier

Welt / 18.12.2019 • 22:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

„Cheops“-Mission mit einem Tag Verspätung gestartet.

Kourou Mit einem Tag Verspätung ist die „Cheops“-Mission zur Erkundung von fernen Planeten ins All gestartet. Der Satellit hob an Bord einer Sojus-Rakete am Mittwochmorgen vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab. „Cheops“ soll helle Sterne beobachten, von denen bekannt ist, dass sie von Planeten umkreist werden. Diese sogenannten Exoplaneten soll der Satellit dann näher analysieren. Bisher kennen Wissenschaftler rund 4000 solcher Exoplaneten. „Während andere Satellitenjäger sind, ist Cheops eine kleine Mission, die darauf ausgerichtet ist, diese bekannten Exoplaneten zu charakterisieren“, erklärt der Wissenschaftsdirektor der europäischen Weltraumagentur Esa. Von vielen der Exoplaneten wisse man bisher nämlich nur, dass sie existieren. Das Weltraumteleskop wird in etwa 700 Kilometern Höhe fliegen und von Spanien aus gesteuert. Dort wurde der Satellit von Airbus Defence and Space gebaut. Das wissenschaftliche Betriebszentrum liegt in der Schweiz. Es handelt sich bei der Mission um eine Partnerschaft zwischen der Esa und ihrem Mitgliedsland Schweiz.

„Cheops“ (Characterising Exoplanet Satellite) soll sich vor allem auf Sterne konzentrieren, deren Exoplaneten eine Größe zwischen Erde und Neptun haben. Astronomen sollen dank „Cheops“ etwa die Größe der Planeten genau bestimmen können. Mit den neuen Daten und bereits bekannten Informationen zur Masse eines Exoplaneten wollen Wissenschaftler auch Rückschlüsse auf Zusammensetzung und Struktur des Planeten ziehen.