Vernichtung des Regenwalds in Brasilien mehr als verdoppelt

Welt / 20.12.2019 • 22:31 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Bis November dieses Jahres wurden 8974 Quadratkilometer Wald vernichtet. AFP
Bis November dieses Jahres wurden 8974 Quadratkilometer Wald vernichtet. AFP

Rio de Janeiro Die Abholzung des Amazonas-Regenwalds in Brasilien hat sich neuen Satellitendaten zufolge mehr als verdoppelt. Im November stieg die Entwaldung im Vorjahresvergleich um 104 Prozent, wie Daten des brasilianischen Weltrauminstituts Inpe zeigen, die die Nachrichtenagentur AFP auswertete. Demnach wurden im November 563 Quadratkilometer Wald zerstört. Im Monatsvergleich wurde seit November 2015 nicht mehr so viel Wald vernichtet. Die Steigerung ist für die Regenzeit ungewöhnlich hoch. Insgesamt wurden in den ersten elf Monaten dieses Jahr den Angaben zufolge 8974 Quadratkilometer Wald vernichtet. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren 4879 Quadratkilometer gerodet worden.

Eine andere Auswertung von Satellitendaten des Inpe hatte unlängst ergeben, dass zwischen August 2018 und Juli 2019 fast 10.000 Quadratkilometer Wald zerstört wurden. Dies entspricht einer Zunahme um rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.