Neue Hitzewelle erwartet

Welt / 02.01.2020 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Touristen müssen Brandgebiete im Osten Australiens verlassen. Notstand ausgerufen.

Sydney Die Brände in Australien wüten weiter – und die Lage spitzt sich zu. In Teilen des Landes wurde der Notstand verhängt. Touristen und Bewohner sollen die Feuergebiete im Südosten angesichts einer neuen, für das Wochenende erwarteten Hitzewelle verlassen. Die Feuerwehr des Bundesstaats New South Wales legte neue Evakuierungszonen fest. Auch im benachbarten Victoria sollten sich die Menschen in Sicherheit bringen. Am Samstag werden vom Wetteramt teilweise Temperaturen jenseits der 40-Grad-Grenze und starker Wind erwartet. Dadurch können die verheerenden Buschbrände noch einmal angefacht werden, die ohnehin hohe Brandgefahr steigt weiter. Mittlerweile hat sich die Zahl der Menschen, die seit dem Ausbruch der ersten Feuer bei den Bränden starben, auf 17 erhöht. Dutzende werden vermisst. Richtung Norden und Westen einer der Evakuierungszonen erstreckten sich am Donnerstag lange Autokolonnen. Allerdings konnten viele Menschen gar nicht starten, weil die Tankstellen keinen Treibstoff mehr hatten oder die Pumpen wegen Stromausfällen nicht arbeiteten. Darüber hinaus gab es in einigen an der Küste gelegenen Gemeinden Engpässe bei Lebensmitteln und Wasser, wie die Feuerwehr mitteilte. Grund hierfür war, dass seit Montag viele Straßen wegen der Brände und umgestürzter Bäume gesperrt waren.

Der Bundesstaat New South Wales verhängte ab Freitag einen siebentägigen Notstand, der dritte in dieser Brandsaison. Damit bekommen die Helfer mehr Möglichkeiten, die Krise zu bewältigen, etwa durch Evakuierungen und Straßensperrungen. Am Donnerstagabend (Ortszeit) rief Victoria für sechs Gebiete den Notstand aus – in dem Bundesstaat brannten mehr als 50 Feuer.