Todesfahrer von Südtirol bleibt in Haft

Welt / 08.01.2020 • 22:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bei dem Unfall in Luttach kamen sieben junge deutsche Skiurlauber ums Leben.
Bei dem Unfall in Luttach kamen sieben junge deutsche Skiurlauber ums Leben.

Bozen Nach dem Verkehrsunfall in Luttach in Südtirol mit sieben Toten bleibt der 27-jährige Autolenker weiter in Haft. Dies wurde im Zuge einer Haftprüfung am Mittwoch entschieden. Die Entscheidung ergebe sich aus der Schwere des Unfalls, erklärte der zuständige Richter laut Medienberichten. Die Anhörung des Südtirolers in der Bozner Haftanstalt musste indes mehrfach unterbrochen und schließlich vorzeitig beendet werden, hieß es. Der Beschuldigte war in Tränen ausgebrochen. Laut den Anwälten des 27-Jährigen sei ihr Mandant in einer schlechten psychischen Verfassung. Die Suizidgefahr sei groß. Da er im Moment im Gefängnis besser aufgehoben sei, hätten sie vor dem Landesgericht in Bozen auch keinen Antrag auf Hausarrest gestellt. Der Mann wird im Gefängnis 24 Stunden am Tag überwacht, ihm werden Beruhigungsmittel verabreicht. Der Beschuldigte hatte nach Angaben der Polizei fast 2 Promille Alkohol im Blut. Dem 27-Jährigen wird mehrfache Tötung im Straßenverkehr vorgeworfen. Ihm drohen bis zu 18 Jahre Haft.

Unterdessen gab die Staatsanwaltschaft bekannt, dass ein technisches Gutachten in Auftrag gegeben worden sei. Es soll dabei vor allem die Geschwindigkeit geklärt werden, mit welcher der 27-Jährige unterwegs war.