Neue Hitzewelle in Australien: Katastrophenalarm verlängert

Welt / 09.01.2020 • 22:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Menschen in den bedrohten Gebieten sollen ihre Häuser verlassen. AFP
Die Menschen in den bedrohten Gebieten sollen ihre Häuser verlassen. AFP

Canberra Die Lage in den australischen Buschbrandgebieten droht sich wieder zu verschärfen. Hitze und Starkwinde könnten die Flammen in den nächsten zwei Tagen wieder an die südlich von Sydney gelegenen Küsten nahe der Städte Nowra, Narooma und Batesmans Bay treiben, warnte die Feuerwehr am Donnerstag. Sie rief Bewohner auf, die Gebiete zu räumen. Auch im Nachbarstaat Victoria gab es eine Evakuierungsanordnung. „Wir können nicht für Ihre Sicherheit garantieren“, sagte der dortige Regierungschef Daniel Andrews. In Teilen des Landes wurde der Katastrophenalarm verlängert.

2019 war das heißeste und trockenste Jahr in Australien seit Beginn der Aufzeichnungen, wie die Meteorologiebehörde mitteilte. Dabei reicht der Vergleichszeitraum bis 1910 zurück. Im Durchschnitt für den gesamten Kontinent wurden 2019 laut der Wetterforscher Werte von 41,9 Grad in der Spitze registriert worden. Insgesamt sei an elf Tagen die landesweite Tagestemperatur im Sommer auf über 40 Grad gestiegen – „und das ist wirklich ziemlich krass“, sagte Amtschef Karl Braganza. Darüber hinaus sei 2019 „außergewöhnlich wenig Niederschlag“ gemessen worden.

Für Freitag wurden für die betroffenen Gebiete Lufttemperaturen um die 45 Grad Celsius prognostiziert. Weiterhin wurde kein Regen erwartet. Der Zusammenhang zwischen den Bränden, den geringen Niederschlägen und den hohen Temperaturen sei deutlich.