Regen bringt neue Sorgen

Welt / 17.01.2020 • 21:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der lang ersehnte Regen brachte auch Probleme. Die Koalas im Australian Reptile Park in Somersby mussten vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht werden. afp
Der lang ersehnte Regen brachte auch Probleme. Die Koalas im Australian Reptile Park in Somersby mussten vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht werden. afp

Brände in Australien eingedämmt. Nun bringen Wassermassen die Koalas in Gefahr.

Canberra Starker Regen hat am Freitag in einigen australischen Brandgebieten bei den Löscharbeiten geholfen. Im am stärksten betroffenen Bundesstaat New South Wales wird der Niederschlag die Feuer nach Angaben der Helfer zwar nicht löschen, aber sie zumindest eindämmen. „Ich denke, es hat einen deutlichen Motivationsschub gegeben“, sagte Einsatzleiter Rob Rogers dem Fernsehsender Channel Seven.Canberra. Zuvor hatte sich die Feuerwehr bei Twitter über den Regen gefreut. Dort zeigte sie ein Schild: „Gleich wieder da. Sind draußen beim Lacken-Hüpfen!“ In New South Wales lag die Zahl der Feuer bei unter 80, im benachbarten Victoria waren es 17.

Allerdings hat der lang ersehnte Regen auch neue Sorgen mit sich gebracht. Der Australian Reptile Park in Somersby nördlich von Sydney versank am Freitag in gewaltigen Wassermassen. Der Zoo veröffentlichte Fotos von triefnassen Koalas, die sich an einen Eukalyptus klammerten oder von einem Tierpfleger in Sicherheit gebracht wurden. Auch das Krokodil-Gehege des Zoos wurde überflutet.

Milliardenverluste

Der Rauch, der aus den riesigen Bränden aufsteigt, soll laut einer Wettervorhersage am Wochenende wieder nach Melbourne ziehen. Dort beginnen am Montag die Australian Open. Die schlechte Luft hatte den Tennisspielern in der Qualifikationsrunde große Probleme gemacht. Die Organisatoren sahen sich heftiger Kritik von Spielerinnen und Spielern ausgesetzt. Als Folge der Feuer befürchtet die australische Tourismusindustrie Milliardenverluste. Die Einbußen könnten sich bis Jahresende auf mindestens 4,5 Milliarden australische Dollar (rund 2,8 Mrd. Euro) belaufen, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht des Branchenverbandes ATEC.