Tod des kleinen Julen: Außergerichtliche Einigung

Welt / 20.01.2020 • 22:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Rettungskräfte suchten im Jänner 2019 zwei Wochen lang nach Julen. Reuters
Rettungskräfte suchten im Jänner 2019 zwei Wochen lang nach Julen. Reuters

Malaga Im Fall des in einem Brunnenschacht gestorbenen Kleinkindes Julen wird der Prozess in Spanien wohl in letzter Minute abgesagt. Nur einen Tag vor dem geplanten Beginn des Verfahrens gegen den Finca-Besitzer, auf dessen Grundstück in Andalusien das Unglück vor einem Jahr passierte, haben sich Anklage und Verteidigung nach Medienberichten außergerichtlich geeinigt.

Der Beschuldigte habe sich bereit­erklärt, den Vorwurf der fahrlässigen Tötung wegen schwerer Nachlässigkeit sowie eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr zu akzeptieren, berichteten die Nachrichtenagentur Europa Press und andere spanische Medien am Montag unter Berufung auf Justizquellen. Zudem werde der Mann den Eltern eine Entschädigung zahlen. Ins Gefängnis muss er allerdings wohl nicht: In Spanien werden Haftstrafen von bis zu zwei Jahren bei nicht vorbestraften Angeklagten so gut wie immer zur Bewährung ausgesetzt.