Ein #MeToo-Augenblick – Harvey Weinstein vor Gericht

Welt / 22.01.2020 • 22:50 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Bei einem Schuldspruch droht Weinstein lebenslange Haft. AFP
Bei einem Schuldspruch droht Weinstein lebenslange Haft. AFP

New York Im Vergewaltigungsprozess gegen den ehemaligen Hollywood-Mogul und Anlass der #Me­Too-Debatte, Harvey Weinstein, hat die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten schwere Sexualverbrechen vorgeworfen. Beweise würden zeigen, „dass dieser Mann ein Sexualstraftäter und Vergewaltiger ist“, sagte Anklägerin Meghan Hast am Mittwoch bei ihrem Auftaktplädoyer. Hast legte die Fälle von mehreren Frauen dar, die Weinstein sexuell bedrängt haben soll. Demnach habe er „seine Macht in der Unterhaltungsindustrie dazu genutzt, ihr Schweigen sicherzustellen“.

In dem Prozess gegen Weinstein geht es um die Vorwürfe von zwei Frauen: Der heute 67-Jährige soll eine von ihnen 2006 zum Oral-Sex gezwungen und die andere 2013 vergewaltigt haben. Insgesamt hatten mehr als 80 Frauen Weinstein in den vergangenen Jahren sexuelle Übergriffe vorgeworfen und damit die weltweite #MeToo-Bewegung ausgelöst.