Sturmtief „Gloria“: Neun Tote und große Verwüstungen

Welt / 23.01.2020 • 22:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Sturmtief Gloria hat vielerorts für Überschwemmungen gesorgt. AFP
Das Sturmtief Gloria hat vielerorts für Überschwemmungen gesorgt. AFP

Madrid Das Sturmtief „Gloria“ hat in Spanien große Schäden hinterlassen und mindestens zwölf Menschenleben gekostet. Seit dem Wochenende tobte die Kaltfront mit heftigen Winden, Wellen und viel Regen und Schnee vor allem im Osten des Landes.

Zahlreiche Flüsse und Bäche, speziell in der Region Katalonien, führten Hochwasser, teilweise kam es zu starken Überschwemmungen. Noch mindestens drei Menschen wurden am Donnerstagabend in Barcelona vermisst. Auf Mallorca gab es ebenfalls mindestens drei Vermisste, auf Ibiza zwei, darunter einen jungen Briten. Obwohl sich das Wetter in den meisten Landesteilen inzwischen beruhigte, war die Lage vor allem in Girona knapp hundert Kilometer nordöstlich der katalanischen Hauptstadt Barcelona noch angespannt. Dort wurden unzählige Straßen unter Wasser gesetzt, weil der Fluss Ter über die Ufer trat. Zudem gab es Probleme mit dem Trinkwasser. Aufgrund eines vom Unwetter verursachten Defekts seien mehrere Stadtgebiete ohne jede Versorgung, sagte Bürgermeisterin Marta Madrenas.

Aus Malaga meldete der spanische Wetterdienst einen massiven Hagelsturm. In den Straßen der andalusischen Stadt lag eine Schicht weißer Hagelkörner. In Alcaniz mussten Dutzende Menschen wegen eines Erdrutsches ihre Häuser verlassen und in Sicherheit gebracht werden.