„Ruhe in Frieden“

Welt / 27.01.2020 • 22:54 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Kobe Bryant spielte von 1996 bis 2016 für die Los Angeles Lakers. Gepa
Kobe Bryant spielte von 1996 bis 2016 für die Los Angeles Lakers. Gepa

Nach dem Tod der NBA-Legende Kobe Bryant soll wegen schlechter Sicht ermittelt werden.

Los Angeles Dirk Nowitzki schrieb, was die ganze Welt des Sports dachte. „Du wirst immer vermisst werden. Du wirst immer in Erinnerung bleiben. Du wirst immer geliebt werden. Ruhe in Frieden mit deinem Engel Gigi“, twitterte der Superstar nach dem Unfalltod der Basketball-Legende Kobe Bryant. „Du hast so viele auf der Welt inspiriert, mich eingeschlossen.“

Am Sonntag war die „Black Mamba“, wie sich Bryant nannte, bei einem Hubschrauberabsturz in der Nähe von Los Angeles zusammen mit weiteren acht Insassen tödlich verunglückt – darunter seine 13-jährige Tochter Gianna. Sie waren auf dem Weg vom John Wayne International Airport zu einem Basketball-Turnier in der Mamba Sport-Akademie. Mit seiner Frau Vanessa hatte der ehemalige Profi der Los Angeles Lakers vier Kinder.

Die Ermittlungen zu dem Unglück werden sich einem Bericht zufolge wohl um die schlechten Sichtverhältnisse und mögliche mechanische Probleme drehen. Die „LA Times“ berief sich am Montag in einem entsprechenden Artikel auf nicht genannte Experten. Laut der „New York Times“ hatte der Helikoper angesichts des schlechten Wetters für den Start eine Ausnahmegenehmigung bekommen.

Ohne Schlechte-Sicht-Ausstattung

Der Hubschrauber des Typs Sikorsky S-76 mit dem 41-Jährigen an Bord war bei Nebel um 9.45 Uhr (Ortszeit) in ein gebirgiges Gelände bei Los Angeles gestürzt und in Flammen aufgegangen. Die Bedingungen waren laut Nachrichtenagentur AP zu der Zeit so widrig, dass die Polizei ihre Helikopter nicht aufsteigen ließ. Die Trümmer verteilten sich auf einem Bereich von der Größe eines Fußballfeldes.

Bryant hatte regelmäßig Helikopter als Verkehrsmittel benutzt, um den Staus auf den Straßen zu entgehen. Zwar könnten Hubschrauber mit entsprechender Ausstattung auch bei schlechter Sicht fliegen, doch ein Audiomitschnitt könnte nach Angaben der „LA Times“ darauf hindeuten, dass diese nicht zum Einsatz kam.

Der langjährige Baseball-Trainer des Orange Coast College, John Al­tobelli (56), gehörte zu den Insassen wie auch seine Frau Keri und Tochter Alyssa, die mit Gianna in einem Basketball-Team gespielt hatte. Die zentraljapanische Hafenstadt Kobe, nach deren berühmtem Rindfleisch Bryants Eltern ihren Sohn benannt hatten, trauert ebenfalls. Die Sport-Ikone soll dieses Jahr auch in die Ruhmeshalle des Basketballs („Hall of Fame“) aufgenommen werden.

In der Nähe der Absturzstelle und am Staples Center, der Heimat der Lakers, trauerten Fans. Sie legten Kränze nieder und zündeten Kerzen an. AFP
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Kobe Bryant war einer der großartigsten Athleten und solch eine Inspiration für so viele, auch mich. Lewis Hamilton, Formel-1-Weltmeister

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Ich habe Kobe geliebt - er war wie ein Bruder für mich. (...) Ich werde diese Unterhaltungen sehr vermissen. Er war ein harter Gegner, einer der größten Spieler aller Zeiten und ein großartiger Vater. Michael Jordan, Basketball-Legende

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Heute haben Los Angeles, Amerika und die Welt einen Helden verloren. Wir stehen hier, und unsere Herzen sind gebrochen, im Haus, das Kobe Bryant erschaffen hat. Alicia Keys, Grammy-Moderatorin

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Das sind schreckliche Nachrichten. (...) Kobe Bryant ist einer der wahrhaft größten Basketballer aller Zeiten gewesen, sein Leben hatte gerade erst begonnen. Donald Trump, US-Präsident

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