Angst vor Pandemie steigt

Welt / 28.01.2020 • 22:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus tragen diese Reisenden in Peking Gesichtsmasken. AFP
Aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus tragen diese Reisenden in Peking Gesichtsmasken. AFP

Chinesen sollen nicht mehr ins Ausland reisen. Inzwischen vier Fälle in Bayern bestätigt.

Peking Mit Reisebeschränkungen für seine Staatsbürger will China auch global eine Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Die Zahl der Infizierten in der Volksrepublik stieg bis Dienstag innerhalb eines Tages wieder sprunghaft um rund 1700 auf mehr als 4500. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg auf mittlerweile 106. Auch weltweit steigt die Zahl der Patienten. Rund 60 Nachweise wurden bisher unter anderem aus den USA, Japan, Südkorea, Kanada, Australien und Frankreich gemeldet.

Kontaktpersonen

In Bayern sind am Dienstagabend drei weitere Coronavirus-Fälle bestätigt worden. Sie stünden in Zusammenhang mit dem ersten bestätigten Fall der Lungenkrankheit in Deutschland, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München mit. Auch die drei neu angesteckten Patienten seien Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der der erste Betroffene beschäftigt ist. Insgesamt seien rund 40 Mitarbeiter der Firma ermittelt worden, die als enge Kontaktpersonen der Erkrankten infrage kommen. Als Reaktion auf die Infektionen schließt der Automobilzulieferer Webasto seinen Stammsitz im oberbayerischen Gauting bis Sonntag.

Aus Angst vor einer weltweiten Ausbreitung empfahl die Regierung in Peking allen Chinesen, von Auslandsreisen abzusehen. Hongkong will seine Grenze zur Volksrepublik weitgehend dichtmachen. Alle Zug- und Fährverbindungen werden von Donnerstag um Mitternacht an gekappt. In Zusammenarbeit mit Chinas Behörden werden alle Individualreisen chinesischer Staatsbürger nach Hongkong ausgesetzt. Die EU-Kommission will im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus ein koordiniertes Vorgehen aller EU-Länder bei der Überwachung von Einreisenden.