Flieger zerrissen: Ein Toter und viele Verletzte

Welt / 05.02.2020 • 22:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So sah das Flugzeug nach dem Unglück auf dem Istanbuler Flughafen aus. Ein Wunder, dass es nicht noch mehr Tote gab. AFP
So sah das Flugzeug nach dem Unglück auf dem Istanbuler Flughafen aus. Ein Wunder, dass es nicht noch mehr Tote gab. AFP

Am Flughafen Istanbul kam es beinahe zur Katastrophe.

Istanbul Beim Landeanflug auf einen Flughafen von Istanbul ist am Mittwoch ein Flugzeug von der Rollbahn geschlittert, auf ein Feld gekracht und in Stücke zerbrochen. Ein Mensch kam ums Leben, weitere 157 wurden verletzt, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca erklärte. An Bord befanden sich nach Angaben des Büros des Gouverneurs von Istanbul 177 Menschen, darunter sechs Besatzungsmitglieder.

Fernsehbilder zeigten schwere Schäden am Rumpf der Maschine, er zerbrach offenbar in drei Teile. Passagiere wurden durch die Risse hindurch ins Freie gebracht. Videobilder, die der Nachrichtenagentur AP vorlagen, zeigen das Wrack bei starkem Regen und heftigem Wind auf einem Feld am Ende der Rollbahn. Rauch steigt von einem der Triebwerke auf, während Passagiere aus dem Rumpf auf die Tragflächen klettern und sich von der Maschine entfernen. Dutzende Rettungskräfte waren bei Flutlicht im Einsatz.

Unter den Verletzten waren laut einem Bericht des privaten Fernsehsenders NTV auch die beiden Piloten, ihr Zustand sei ernst. Der Gouverneur von Istanbul, Ali Yerlikaya, sagte, das Flugzeug sei bei schlechtem Wetter gelandet, habe sich auf der Rollbahn nicht halten können und sei 50 bis 60 Meter weit geschlittert, bevor es aus einer Höhe von etwa 30 Metern in einen Graben gestürzt sei. Die Verletzten seien in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert worden.

Das Flugzeug gehörte der privaten Billigfluggesellschaft Pegasus und kam aus Izmir. Bei der Maschine handelte es sich der Flug-Tracking-Website Flightradar24 zufolge um eine elf Jahre alte Boeing 737. Pegasus bedient 97 Strecken, die meisten innerhalb der Türkei, nach Europa, in den Nahen Osten und nach Zentralasien. Der Flughafen Sabiha Gökcen wurde nach dem Unglück geschlossen.