Israel brachte absichtlich Passagierjet in Syrien in Gefahr

Welt / 07.02.2020 • 22:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Moskau Die russische Armee hat Israel vorgeworfen, bei Luftangriffen in Syrien ein Passagierflugzeug mit 172 Insassen absichtlich in Gefahr gebracht zu haben. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau am Freitag erklärte, war während israelischer Luftangriffe auf einen Vorort von Damaskus am Donnerstagmorgen ein Airbus A-320 mit 172 Zivilisten an Bord in unmittelbarer Nähe im Landeanflug gewesen. Moskau warf Israel vor, das Flugzeug als Schutzschild missbraucht zu haben, um die Reaktion der syrischen Flugabwehr zu behindern. Das Flugzeug, das auf dem Weg von Teheran nach Damaskus war, habe sich in der „Todeszone“ befunden, erklärte das russische Verteidigungsministerium. Nur die schnelle Reaktion der Fluglotsen in Damaskus habe einen Abschuss verhindert. Das Flugzeug wurde demnach umgeleitet und landete auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Khmeimim.

Laut einem Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums führten nach zwei Uhr am Donnerstag vier F-16-Jagdflugzeuge der israelischen Luftstreitkräfte ohne Anflug in den syrischen Luftraum plötzliche Schläge mit „Luft-Boden“-Raketen gegen die Vororte von Damaskus aus. Bei der Abwehr der israelischen Attacke setzten die syrischen Regierungstruppen aktiv Flugabwehrsysteme ein, berichtete die russische Agentur Sputnik.