Orkantief „Sabine“ kommt

Welt / 09.02.2020 • 22:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Begleitet werden soll der Orkan vielerorts von Windgeschwindigkeiten von rund 120 Kilometern pro Stunde. Reuters 
Begleitet werden soll der Orkan vielerorts von Windgeschwindigkeiten von rund 120 Kilometern pro Stunde. Reuters 

Manche Schulen in Bayern bleiben geschlossen, der Zugverkehr wurde eingestellt.

Berlin Sturmtief „Sabine“ hat in weiten Teilen Deutschlands den Verkehr durcheinandergebracht und bereits am Sonntagabend erste Schäden verursacht. Für die meisten Regionen rief der Deutsche Wetterdienst (DWD) die zweithöchste Unwetterwarnstufe aus, für manche Gegenden in Baden-Württemberg und Bayern sogar die höchste. Die stärksten Böen wurden mit einer Kaltfront erwartet, die am Abend, zusammen mit einzelnen Gewittern, zuerst den Nordwesten und bis Montagmorgen den Süden Deutschlands erreichen sollte.

Die Deutsche Bahn entschloss sich, den Fernverkehr bundesweit einzustellen – nach und nach sollten alle Züge ihre Fahrt an größeren Bahnhöfen beenden. Auf den Straßen kam es wegen umgestürzter Bäume ebenfalls zu Behinderungen, und auch der Flugverkehr war stark beeinträchtigt. Vielerorts hatten Feuerwehrleute alle Hände voll zu tun, um Schäden zu beseitigen. Am Montag fällt an vielen deutschen Schulen der Unterricht aus, etwa in etlichen Großstädten Nordrhein-Westfalens sowie in Teilen von Bayern, Hessen, Niedersachsen und Bremen. In Baden-Württemberg können Eltern ihre Kinder vom Unterricht befreien lassen, falls es Gefahren auf dem Schulweg gibt.

Der DWD verzeichnete bereits am frühen Abend im Westen und Nordwesten schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von 90 bis 100 km/h, vereinzelt sogar orkanartige Böen von 100 bis 115 km/h. Bei 90 bis 100 km/h bricht der Wind Bäume, größere Schäden an Häusern sind möglich. Das Sturmtief sollte die ganze Nacht von Norden nach Süden durch das Land ziehen.

„Sabine“ ist laut DWD ein Winterorkan, wie er etwa alle zwei Jahre vorkommt.