Asiatische Kinder auf Schulweg beschimpft und bedroht

Welt / 13.02.2020 • 22:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Coronavirus - Asiaten in Österreich rassistisch angefeindet. AFP
Coronavirus – Asiaten in Österreich rassistisch angefeindet. AFP

Wien Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China bringt auch in Österreich diskriminierende Töne mit sich. So sind bei der Antidiskriminierungsstelle Zara bis Donnerstag bereits mehr als ein Dutzend Meldungen eingegangen. Asiatisch aussehende Personen werden ausschließlich aufgrund ihres Aussehens bzw. ihrer vermeintlichen Herkunft als potenziell ansteckend gesehen und daher undifferenziert ausgeschlossen oder angefeindet, teilte Zara mit.

Besonders auffällig sei, dass sogar Kinder und Jugendliche in der Öffentlichkeit von fremden Erwachsenen beschimpft und angefeindet wurden. Das passierte etwa zwei Kindern auf dem Schulweg: Sie waren in einem Bus von einem Mann verbal angegriffen und beschimpft worden, außerdem wurde den Kindern Gewalt angedroht, weshalb sie vorzeitig ausstiegen. Niemand der im Bus Anwesenden griff ein, sagte Zara-Sprecherin. Der Vorfall habe sich nicht in Wien ereignet, betonte die Sprecherin. Den Fall gemeldet hatten schließlich die Eltern.