Siebenjährige getötet: Zwölf Jahre Haft für Jugendlichen

Welt / 13.02.2020 • 22:43 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Bewohner des Gemeindebaus hatten nach der Tat Blumen und Kerzen aufgestellt.  APA
Bewohner des Gemeindebaus hatten nach der Tat Blumen und Kerzen aufgestellt.  APA

Wien Weil er am 11. Mai 2018 in Wien-Döbling ein siebenjähriges Mädchen aus der Nachbarschaft mit einem Halsschnitt getötet hat, ist am Donnerstagabend ein Jugendlicher am Landesgericht wegen Mordes zu einer zwölfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Zudem wurde der Bursch einen Tag vor seinem 18. Geburtstag in den Maßnahmenvollzug eingewiesen.

Die Geschworenen folgten mehrheitlich den psychiatrischen Sachverständigen und stuften den Täter als zurechnungsfähig und damit als schuldfähig ein. Bei der Strafbemessung waren die bisherige Unbescholtenheit des Angeklagten, seine geständige Verantwortung und die krankheitsbedingte Einschränkung – der Bursch weist eine kombinierte Persönlichkeitsstörung auf – mildernd. Erschwerend wurden die Heimtücke der Tat, die Hilf- und Wehrlosigkeit des Opfers und das „eiskalte Nachtatverhalten“ gewertet. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.