Nach Todesfall einer 13-Jährigen rückt Freikirche in Mittelpunkt

Welt / 14.02.2020 • 22:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Eltern wurden wegen gröblicher Vernachlässigung verurteilt.  Apa
Die Eltern wurden wegen gröblicher Vernachlässigung verurteilt.  Apa

krems, Wald am Arlberg Mit nicht rechtskräftigen Schuldsprüchen wegen gröblicher Vernachlässigung einer unmündigen Person mit Todesfolge hat am Mittwoch ein Prozess gegen einen 39-Jährigen und seine Ehefrau (35) in Krems geendet. Die beiden Deutschen, die der Glaubensgemeinschaft „Gemeinde Gottes“ angehören, müssen fünf Jahre in Haft. Sie sollen die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung ihrer 13-jährigen Tochter aus religiöser Überzeugung nicht behandeln haben lassen, was zum Tod führte. Die Freikirche solle einem Bericht des ORF Vorarlberg zufolge in Wald am Arlberg eine Schule, ein Vereinshaus sowie ihr europäisches Zentrum unterhalten. Vier Familien aus dieser Freikirche sollen in Wald am Arlberg leben, weitere in Bürs, Bludenz und Braz. Vor wenigen Monaten soll ein Mitglied der Glaubensgemeinschaft an einer Herzmuskelentzündung gestorben sein. Der Mann hatte eine Patientenverfügung unterschrieben.