Junge Erwachsene auf pazifischen Inseln weltweit am dicksten

Welt / 06.11.2020 • 22:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

London In pazifischen Inselstaaten leben die im Schnitt dicksten jungen Erwachsenen weltweit. Das geht aus einer internationalen Untersuchung hervor, die im britischen Fachmagazin “The Lancet” veröffentlicht wurde. Forscher hatten Daten von 65 Millionen Kindern im Alter von fünf bis 19 Jahren aus rund 200 Ländern ausgewertet. Die 19-jährigen Männer und Frauen mit dem höchsten Bodymaß-Index (BMI) leben demnach in kleineren Inselstaaten wie Nauru, Tonga und den Cookinseln. Bei den jungen Männern führen die Cookinseln die weltweite Rangliste mit einem BMI von 29,6 an. Bei den jungen Frauen liegt Tonga an der Spitze (29,0).  Am niedrigsten ist der durchschnittliche BMI geschlechterübergreifend in südasiatischen Ländern sowie in Ländern in Ost- und Zentralafrika. Der BMI gibt das Verhältnis von Gewicht zu Körpergröße an und wird als Maßstab für Übergewicht verwendet. Ab 25 gilt man als übergewichtig.

Ungesunde Ernährung

Der WHO zufolge haben die Inseln auch deshalb mit Übergewicht zu kämpfen, weil dort die traditionelle Ernährungsweise mit importierten, ungesünderen Lebensmitteln ersetzt wurde. Eine Studie der Uni Oxford aus dem Jahr 2014 führt die Ursachen des verbreiteten Übergewichts auf die Kolonialisierung zurück, in deren Zuge sich die Ernährungsgewohnheiten zum Schlechten entwickelten.

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