Europas Luft wird immer besser

Welt / 24.11.2020 • 22:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auch die Feinstaubbelastung durch den Autverkehr ging in den vergangenen Jahren zurück. apa
Auch die Feinstaubbelastung durch den Autverkehr ging in den vergangenen Jahren zurück. apa

Verringerung der Schadstoffemissionen in Verkehr und Energieversorgung Hauptgrund.

Kopenhagen, Hamburg Menschen in Europa atmen zunehmend sauberere Luft. Die Luftqualität auf dem Kontinent verbesserte sich im Laufe der vergangenen Jahre spürbar, wie die Europäische Umweltagentur EEA in einem am Montag veröffentlichten Bericht schreibt.

60.000 Todesopfer weniger

Die positive Entwicklung hat Schätzungen zufolge dazu geführt, dass im Vergleich von 2009 zu 2018 unter anderem knapp 60.000 Menschen weniger im Jahr vorzeitig durch die Belastung mit Feinstaub sterben, teilte die Behörde in Kopenhagen mit. Dennoch leiden nach wie vor nahezu alle Europäer unter Luftverschmutzung etwa durch Feinstaub, Stickstoffdioxid und bodennahes Ozon – und mehr als 400.000 Menschen sterben Schätzungen zufolge weiter pro Jahr an den Folgen der Belastung durch diese Schadstoffe.

Einen wesentlichen Grund für die höhere Luftqualität sehen die EEA-Experten in einer Verringerung der Emissionen in Schlüsselsektoren wie Verkehr und Energieversorgung. Beim Transport sei der Ausstoß von Schadstoffen wie Stickoxiden seit dem Jahr 2000 trotz einer gesteigerten Mobilitätsnachfrage und der damit verbundenen Zunahme der Treibhausgasemissionen klar zurückgegangen. Auch im Energiesektor seien die Verringerungen beachtlich. Mehr getan werden müsse dagegen in der Landwirtschaft und beim Heizen.

Die Problemkinder beim Feinstaub befinden sich weitgehend in Osteuropa, wo weiter vergleichsweise viel mit Holz und Kohle geheizt wird. Sechs EU-Staaten übersteigen die EU-Grenzwerte, und zwar Bulgarien, Italien, Kroatien, Polen, Rumänien und Tschechien. Nur in Estland, Finnland, Island und Irland sind diese Werte unter den empfohlenen Werten der Weltgesundheitsorganisation WHO.

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