Papst kürzt Kardinälen und Priestern die Gehälter

Welt / 24.03.2021 • 22:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kündigungen, betonte Papst Franziskus, müssen vermieden werden. AFP
Kündigungen, betonte Papst Franziskus, müssen vermieden werden. AFP

Vatikanstadt Der Papst kürzt die Gehälter von Kardinälen und Priestern. Angesichts des Defizits des Heiligen Stuhls, das sich im Pandemie-Jahr 2020 verschärft hat, beschloss Franziskus im Rahmen eines Erlasses (“Motu proprio”) die Kürzung der Personalgehälter ab dem 1. April. Es handle sich um einen notwendigen Schritt zur Eingrenzung der Personalkosten, die einen beträchtlichen Teil der Kosten des Heiligen Stuhls ausmachen.

Bei Kardinälen wird der Gehalt um zehn Prozent reduziert, bei Priestern und beim Personal, das nicht in führenden Positionen steht, betrage die Kürzung drei Prozent, teilte der Vatikan am Mittwoch mit. 

“Die für 2021 veranschlagten Ausgaben sind die niedrigsten in der jüngeren Geschichte des Heiligen Stuhls”, sagte der Wirtschafts-Präfekt des katholischen Kirchenstaats, Pater Juan Antonio Guerrero Alves. Insgesamt rechne man mit einem Verlust von rund 50 Millionen Euro. Mit den Gehaltskürzungen will der Vatikan auch Arbeitsplätze sichern.