ESA sucht neue Astronauten

Welt / 31.03.2021 • 22:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Einer der aktuell wohl bekanntesten Astronauten ist der Deutsche Alexander Gerst, auch „Astro-Alex“ genannt. Er kehrte im Dezember 2018 von der ISS zurück. AFP
Einer der aktuell wohl bekanntesten Astronauten ist der Deutsche Alexander Gerst, auch „Astro-Alex“ genannt. Er kehrte im Dezember 2018 von der ISS zurück. AFP

Erstes Bewerbungsverfahren nach über zehn Jahren. Die Anforderungen sind hoch.

Paris Wer schon immer vom Weltraum geträumt hat, kann sich seit Mittwoch als Astronautin oder Astronaut bei der europäischen Raumfahrtagentur ESA bewerben. Die Unterlagen können online bis zum 28. Mai eingereicht werden. Das Auswahlverfahren hat sechs Stufen, im Herbst 2022 steht die neue Raumfahrt-Crew fest. Es ist das erste Mal seit mehr als einem Jahrzehnt, dass die ESA neue Astronauten sucht. Die Anforderungen an den besonderen Job sind hoch: Bewerberinnen und Bewerber müssen mindestens einen Master-Abschluss in Naturwissenschaften, Medizin, Ingenieurwissenschaften, Mathematik oder Informatik und mindestens drei Jahre Berufserfahrung haben. Zwar ist eine Pilotenlizenz keine Pflicht, aber jeder sollte die medizinischen Voraussetzungen erfüllen, um eine Lizenz machen zu können. Es muss ein medizinisches Gutachten eingereicht werden. Sehr gutes Englisch und eine weitere Fremdsprache sind außerdem verpflichtend.

Bis 1,90 Meter

Voraussetzung sind außerdem eine Körpergröße zwischen 1,50 und 1,90 Meter, die Altersgrenze liegt bei 50 Jahren. Die Astronauten müssen im ersten Monat der Ausbildung einen Schwimmtest bestehen. Sie müssen auch bereit sein, längere Zeit unter Wasser zu trainieren und einen Führerschein haben, beziehungsweise bereit sein, die Fahrerlaubnis zu machen. Wer zuvor eine Tätigkeit ausgeübt hat, in der Risikomanagement gefragt war, hat einen Vorteil. Gesucht werden etwa vier bis sechs Karriere-Astronauten und bis zu 20 Astronautinnen und Astronauten als Reserve. Außerdem ist die ESA explizit auf der Suche nach einer Astronautin oder einem Astronauten mit einem bestimmten Grad an körperlicher Behinderung. Das Programm heißt “Parastronaut”.