Absturz im Landeanflug

Welt / 06.07.2021 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
An Bord der Maschine waren 22 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder, der Nachrichtenagentur Tass zufolge auch die Bürgermeisterin von Palana. AFP
An Bord der Maschine waren 22 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder, der Nachrichtenagentur Tass zufolge auch die Bürgermeisterin von Palana. AFP

Trümmerteile eines Passagierflugzeugs mit 28 Insassen im Osten Russlands gefunden.

Moskau Im Fernen Osten Russlands ist ein Flugzeug mit 28 Menschen an Bord abgestürzt. Trümmer der Maschine vom Typ Antonow An-26 seien nahe dem Zielflughafen auf der Halbinsel Kamtschatka gefunden worden, teilte die russische Luftfahrtbehörde am Dienstag mit. Gouverneur Wladimir Solodow sagte der Nachrichtenagentur Interfax, der Hauptteil des Wracks sei an der Küste entdeckt worden. Andere Trümmerteile trieben im Meer. Die Maschine war mit 22 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Petropawlowsk-Kamtschatski nach Palena am Ochotkischen Meer. Etwa zehn Kilometer vor dem Zielflughafen sei bei nebligem und wolkigem Wetter der Kontakt abgebrochen, teilte die Lokalregierung in Kamtschatka mit. Sie schickte zwei Hubschrauber und ein Flugzeug auf die Suche nach der vermissten Antonow. Das Wrack wurde fünf Kilometer vom Flughafen entfernt gefunden.

Keine Opfer geborgen

Medienberichten zufolge gab es keine Überlebenden. An Bord befand sich auch die Vorsitzende der Lokalregierung von Palana, Olga Mochirewa, wie die Behörden mitteilten. Allerdings wurden noch keine Leichen gefunden, eine offizielle Bestätigung für die Todesfälle gab es nicht. Eine Such- und Rettungsmission war in der Gegend von Palana im Gange, aber die Arbeit kam in dem bergigen Gelände nur langsam voran. Gouverneur Solodow sagte, das Gebiet, in dem das Wrack gefunden wurde, sei schwer zugänglich, insbesondere bei Einbruch der Dunkelheit. Der Chef der Betreibergesellschaft, Alexej Chabarow, versicherte Interfax, das Flugzeug sei technisch fehlerfrei gewesen. Sein Stellvertreter Sergej Gorb sagte, die Maschine sei gegen einen Felsen am Meer geprallt, der nicht in der Einflugschneise liege.