Schüsse bei Schleppversuch

Welt / 07.01.2022 • 22:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ein Klein-Lkw ist mit hoher Geschwindigkeit auf Beamte am Grenzübergang zugerast. APA
Ein Klein-Lkw ist mit hoher Geschwindigkeit auf Beamte am Grenzübergang zugerast. APA

Polizisten schossen auf Klein-Lkw, der auf burgenländisch-ungarische Grenze zuraste.

Budapest, Neckenmarkt Zu einem aufsehenerregenden Einsatz kam es am Donnerstag an der ungarisch-österreichischen Grenze nahe Neckenmarkt (Bezirk Oberpullendorf): Ungarische Polizisten haben auf ein mutmaßliches Schlepperfahrzeug geschossen, das mit hoher Geschwindigkeit auf den Grenzübergang und die Beamten zugerast ist, die das Fahrzeug stoppen wollten. Dem Fahrer gelang noch die Weiterfahrt nach Österreich, bis der Klein-Lkw nach einigen Hundert Metern fahruntauglich wurde. Dem Lenker gelang die Flucht. Die 30 Flüchtlinge, die sich in dem Klein-Lkw befanden, wurden festgenommen.

Eine Polizeistreife hatte vor dem Anhalteversuch Alarm geschlagen, da sie in der Nähe des Grenzüberganges die Insassen eines Pkw mit litauischem Kennzeichen kontrollierten und dabei der Verdacht entstand, dass es sich um ein Sondierungsauto für Schlepperei handelt. Sie informierten eine nahe Polizeieinheit, die den Klein-Laster entdeckte.

Einschusslöcher

Das Landespolizeikommando Burgenland bestätigte am Freitag auf APA-Anfrage den Vorfall. Die Exekutive sei auf einen abgestellten Klein-Lastwagen aufmerksam gemacht worden. Dieser stand auf einem Güterweg nahe Neckenmarkt und wies Einschusslöcher auf, erklärte Polizei-Sprecher Helmut Marban.

Die 30 Flüchtlinge wurden in der Nähe des Fahrzeugs aufgegriffen, über ihre Herkunft ist derzeit noch nichts bekannt. Sie haben Asyl beantragt und werden nun als Zeugen zu der Aktion und dem flüchtigen mutmaßlichen Schlepper einvernommen. Die Ermittlungen laufen gemeinsam mit den ungarischen Kollegen, so Marban.

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